Verein Neue Medien für Kölner Schulen e. V.

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Pressemitteilung

 

Historische Entwicklung

20 Jahre Computer in Kölner Schulen

30.11.2005

 

Rückfragen an:
Geschäftsführer des Vereins Neue Medien für Kölner Schulen e.V.
Peter Funk Stadt Köln Tel. 0221 221 - 29199
Raymund Witte, NetCologne GmbH Tel. 0221 2222 - 234

 


Historische Entwicklung der neuen Medien in Kölner Schulen

1982 bis 1985 -

Der Einsatz von schulischer EDV begann in Köln ca. 1982. An 18 Gymnasien und 6 Gesamtschulen wurden regional verteilt sog. Computerzentren eingerichtet. Die umliegenden Schulen nutzten diese Computerzentren für den Informatik-Unterricht. Die technische Basis war der Apple II plus bzw. Apple II e Microcomputer. Die Systeme wurden sowohl im Informatik-Unterricht der Sekundarstufe II als auch für schulische Verwaltungszwecke eingesetzt. Das Investitionsvolumen betrug in drei Ausbaustufen insgesamt 1,1 Mio. DM. Es wurden 120 Micro-PC-Systeme bereitgestellt. Die regionalen Computerzentren wurden seinerzeit durch die Landesbehörden als "mustergültige Lösung bezeichnet und zur Nachahmung empfohlen. Insgesamt 63 weitere PC wurden in Hauptschulen, Realschulen und Berufsbildenden Schulen eingesetzt. Ihr Einsatz erfolgte in Informatik, computerunterstützter Physik-Unterricht, Fachunterricht Technik, Arbeitsgemeinschaften, Leistungskursen, Mathematik, Biologie, Soziologie/ Volkswirtschaft, Auswertung von Tests und Arbeiten, programmierte Unterweisung, Organisationslehre, Datenverarbeitung, Wirtschaftsinformatik, Textverarbeitung und Ausbildung von Datenverarbeitungskaufleuten (BK Modemannstraße).

1987 -

Ausstattung aller weiterführenden allgemeinbildenden Schulformen sowie der Berufskollegs. Die Ausstattung erfolgte durch IBM-kompatible PC mit MS-DOS. Hiermit wurden stadtweit die Apple-Systeme ersetzt. 1985 - 1991 hat die Stadt Köln 10,2 Mio. DM für die Ausstattung der Schulen mit Computertechnik investiert.

1990 -

Einstellung der Ausstattung der allgemeinbildenden Schulen - nur noch Berufsbildende Schulen wurden ausgerüstet. Damit soll der Nachholbedarf der Berufsbildenden Schulen zügig aufgearbeitet werden. Hierfür werden durchschnittlich 1,5 Mio. DM pro Jahr bereitgestellt.

1995 -

Mittel für Berufliche Schulen auf 500.000 DM reduziert. Ein Konzept zur Modernisierung der Ausstattung der allgemeinbildenden Schulen mit festen Beträgen über drei Jahre wurde über die Hürden gebracht und umgesetzt. Jetzt hatten alle weiterführenden Schulen mindestens einen PC-Raum mit ca. 12 - 15 PC. Köln war damit führend in NRW. Allerdings wurden nur Einzelplatzgeräte, ein leistungsfähiger Laserdrucker und ein LCD-Display mit OHP zur Projektion des PC-Bildschirms sowie eine Grundausstattung an Büro- und Lernsoftware bereitgestellt, Projekt Internetführerschein der Stadtsparkasse Köln hat in den 4 Jahren bis einschließlich 1999 ca. 1.200 Teilnehmer.

1999 -

Anzahl PC Jahresanfang ca. 4.000; Fördergelder von 1 Mio. für BK 16 und 8,5 Mio. BK 13 wurden realisiert. Konzeption für Modernisierung der Ausstattung der weiterführenden Schulen erstellt, Medienecken Grundschulen von ca. 25 auf 90 gesteigert, Verteilung von 1.500 Ford-PC, Ausstattung der Schulen mit kostenlosen NetCologne-Internetanschlüssen begonnen.

2000 -

Anzahl PC Jahresanfang ca. 6000, Investionsvolumen auf ca. 15 Mio. DM gesteigert, alle Schulen wurden ans Internet angeschlossen, Ausführung Großprojekte Medienbereich BK13 (10,5 Mio., BK 16 1,0 Mio.); Modernisierung von 740 PC in weiterführenden allgemeinbildenden Schulen, div. Projekte in Berufskollegs, für 100 Schulen neue Verwaltungsrechner, Medienecken in Grundschulen auf 140 gesteigert, Sponsoringverträge NetCologne und Telekom, 15 Netzwerke für weiterführende Schulen aus NetCologne Sponsoring abgewickelt, Hard- und Softwarebetreuung durch NetCologne Schulservice mit 3000 Stunden jährlich gestartet, Projekt Schulverkabelung mit Jugendamt und berufslosen Jugendlichen begonnen; Lehrerschulungsprogramm mit 1.000 Lehrerkursplätzen bei VHS-aufgelegt, Infoschulförderung des Bundes i.H.v. ca. 450.000 DM eingeworben und abgewickelt.

2001 -

Anzahl PC ca. 7.400, Haushaltsmittel ca. 7 Mio. DM, (Landesförderung 1 Mio. für BK Modemannstraße, 1 Mio. weitere Landesmittel, 2,5 Mio. UMTS, 2 Mio. Stadt Köln, 1 Mio. e-nitiative GFG und 0,5 Mio. e-nitiative Projektförderung), Siemens Projekt CAS- Cologne-Area-Schoolnet, NetCologne-Schulservice auf 5.000 Stunden jährlich erweitert, für weitere 200 Schulen neue Verwaltungsrechner, Projektkonzeption und Abwicklung
e-nitiative (1.200 Plätze VHS-Lehrerschulung, Softwarebeschaffung für Schulen)

2002 -

Anzahl PC ca. 8.500, Haushaltsmittel ca. 2 Mio. DM, Cologne-Area-Schoolnet-Beschluss des Rates auf der Grundlage des mit Siemens, dem e-Team und dem Verein Neue Medien für Kölner Schulen entwickelten Konzeptes, NetCologne-Schulservice auf 10.000 Stunden jährlich erweitert, Verkabelung von 3 CAS-Pilotprojektschulen beauftragt

2003 -

Anzahl PC ca. 9.000, Haushaltsmittel 3 Mio. Euro, 14 CAS-Schulprojekte beauftragt, NetCologne-Schulservice mit 10.500 Stunden fortgesetzt, 550 Lehrer mit VHS-Lehrerfortbildungskursen geschult.

2004 -

Anzahl PC ca. 10.000, Haushaltsmittel 3 Mio. Euro, 16 CAS-Schulprojekte beauftragt, NetCologne-Schulservice mit 12.000 Stunden fortgesetzt, Lehrerfortbildungsangebot dezentral aufgestellt da Landesmittel für Lehrerfortbildung direkt an die Schulen gehen.

2005 -

Anzahl PC ca. 11.000, Haushaltsmittel 3 Mio. Euro, 15 CAS-Schulprojekte beauftragt, NetCologne Schulservice fortgesetzt, Lehrerfortbildungsangebot dezentral weitergeführt, Schüler-PC-Relation von etwa 13 zu 1 erreicht.

 

Aktuelle Lage

1. Sonderschulen
Alle Sonderschulen haben mindestens einen PC-Raum mit 6 Multi-Media-PC.

2. Grundschulen
Alle Grundschulen haben mindestens 6 Medienecken-PC. Ein Medienecken-PC ist ein Multimedia-PC mit Drucker, der im Klassenraum der Grundschule zur Verfügung steht.

3. Allgemeinbildende weiterführende Schulen (Haupt- Real- Gesamtschulen und Gymnasien)
Alle weiterführenden Schulen haben mindestens 1 PC Raum mit mindestens 10-16
PC.

4. Berufsbildende Schulen
Alle Berufsbildenden Schulen haben mehrere PC Räume und setzen je nach dem Bedarf im Ausbildungsberuf breit PC im Unterricht ein.

5. Alle Schulen verfügen über 2 Internetanschlüsse der Sponsoren Net-Cologne
und Deutsche Telekom AG. Diese laufen überwiegend auf DSL-Basis.

6. Hard- und Softwarebetreuung durch Net-Cologne-Schulservice
Seit dem Jahr 2000 unterstützt der Schulservice die Schulen. Der Service ist gegenwärtig mit ca. 12.000 Stunden jährlich tätig. Die Firma NetCologne betreibt den Service mit studentischen Hilfskräften und nutzt dabei ihre Telekommunikationsinfrastruktur. Sie hat einen technischen Leitstand eingerichtet, der die Schulen über Fernwartung unterstützen kann. Vormittags wird eine Bürokraft eingesetzt, die die Betreuungskräfte koordiniert. Die
Betreuungskräfte sind mit Mobiltelefonen ausgerüstet. Sie leisten ihre Dienste sowohl telefonisch als auch Vor Ort. Alle Probleme, die im Bereich PC-Nutzung, Netzwerke, Internet, Software usw. auftreten, löst der Service für die Schulen. NetCologne bietet diesen Service im Rahmen seiner umfangreichen Schulsponsoring-Aktivitäten der Stadt Köln zum
Selbstkostenpreis an.

7. Alle Schulen haben mit dem CAS-Schulserver eine einheitliche Kommunikationsserverplattform auf Linux-Basis erhalten. Diese Lösung bietet auch das Fundament der Fernwartung durch den technischen Leitstand des
NetCologne-Schulservice und steht lizenzkostenfrei zur Verfügung.

7. IT-Geräte werden den Schulen mit mindestens 3-jähriger Gewährleistung von der Stadt Köln zur Verfügung gestellt. Die Stadt Köln leistet auch außerhalb der Gewährleistung den Reparaturservice über das Media Center des
Schulverwaltungsamtes.

8. Projekt Cologne Area Schoolnet (CAS)
Im Jahr 2002 wurde das CAS-Konzept durch die Partner Stadt Köln, Siemens, e-nitiative.nw, e-team-Köln und Verein neue Medien für Kölner Schulen entwickelt und vom Rat der Stadt Köln beschlossen. CAS Schulen erhalten ein leistungsfähiges Daten- und Elektronetz, dass es ermöglicht, in jedem Unterrichtsraum der Schule PC einzusetzen. Sie werden mit je einem Medienecken-PC pro Unterrichtsraum ausgestattet. Die Medienecken werden mit den vorhandenen PC-Räumen über einen leistungsfähigen Server zu einem Schulintranet verbunden. Die Internetanbindung erfolgt über DSL. Zur Ausstattung gehört ein mit dem e-Team abgestimmtes Softwarepaket mit Office-und Lernprogrammen sowie ein Budget für weitere schulspezifische Software. Die Einrichtung des CAS-Netzwerkes und den Betrieb als IT-Dienstleister übernimmt der NetCologne-Schulservice. Herzstück des Netzes ist der CAS-Schulserver, eine speziell für diesen Zweck programmierte Linux-Lösung mit umfangreichen Funktionen für den Unterricht, die der Stadt Köln lizenzgebührenfrei zur Verfügung steht. Die Schulen werden einmal jährlich aufgerufen, ein Medienkonzept und ein Lehrerfortbildungskonzept abzugeben und sich so um eine Ausstattung nach CAS zu bewerben. Die Medienpädagogen des e-Team bewerten die Medienkonzepte nach einem Punkteraster. Die Stadt Köln stellt für CAS jährlich 1,2 Mio. Euro zur Verfügung. Nach der durch die Punktbewertung festgelegten Prioritätenreihenfolge werden jährlich ca. 15 Schulen nach CAS ausgestattet. Da alle Neu- und Erweiterungsbauten der Schulen der Stadt Köln ebenfalls nach dem CAS-Standard ausgestattet werden, ist es seit Projektstart gelungen, 67 von 286 Schulen in CAS einzubeziehen. 10 weitere Schulen sind zwar voll verkabelt, sind aber nicht nach CAS ausgestattet, da sie im Rahmen des Auswahlverfahrens noch nicht erfolgreich waren bzw. z.B. als Berufskollegs eigenverantwortlich andere Lösungen betreiben.

Der Rat der Stadt Köln hat die erste Stufe des CAS-Projektes Ende 2002 beschlossen. Diese Stufe ist auf 5 Jahre angelegt und läuft noch bis 2007. Im Laufe des Jahres 2006 muss über die Fortsetzung darüber hinaus entschieden werden. Das e-Team hat sich gemeinsam mit der Schulverwaltung die Aufgabe gestellt, durch eine standardisierte Auswertung der Erfolge im Unterricht der CAS Schulen die Grundlage für diese Entscheidung zu liefern. Im Fall der Fortsetzung werden jedoch zusätzliche Investionsmittel notwendig werden.